Warum die Inflation höher ist, als amtlich angegeben

Es geht in die nächste Runde, die Bedingungen für den seit mehreren Jahren überfälligen Schuldenschnitts Griechenlands werden verhandelt. Das die europäischen Verträge einem Rechtsbruch durch die Regierungen erleiden – Schwamm drüber.

Das die Regierungen versuchen Griechendlands Ausstieg aus der Währung zu verhindern ist allerdings waghalsig. Dieser Einstieg in die Euro-Bonds ist birgt enorme Risiken. Der Haircut ohne Konsequenzen soll über die Inflationsbedingte Entwertung eines zinslosen Kredits erfolgen. Soweit so gut – Das Problem: Die amtlich notierte Inflation ist eine andere als die tatsächliche. Das die deutlich höher ist, als offiziel angegeben, ist zunächst nicht tragisch. Eine zu niedrig angesetzte Inflation für die Grundlagenberechnung politischer Entscheidungen – zum bedingungslosen bail-out Griechenlands – zu machen allerdings schon. Den Inflation bedeutet vor allen eins: Verlust von Eigentum und Kaufkraft.

Im Volksmund kurisert häufig das Wort “gefühlte Inflation”. Hintergrund für die toll niedrigen Inflationsraten ist nämlich nicht die keynsianische Politik der bspw. deutschen Bundesregierung(en), sondern die seit 2002 hedonisch berechnete Inflation, die seit dem unter anderen von Qualitäts-Wirtschaftsjournalisten wie bspw. Herrn Münchau vom Spiegel von Deflationsgesängen untermalt wird.

Der Trick ist ein einfacher: Bei der hedonischen Inflation werden technologische Produktaufwertungen mit einberechnet. Bei der Berechnung des Wachstums macht man es umgekehrt. Auf den Webseiten des statistischen Bundesamts gibt es dazu zahlreiche Meldungen. Dazu bedient man sich dann noch weiteren Tricks bei der Zusammensetzung des Warenkorbs. Schon Ludwig von Mises, einer der bedeutendsten Vertreter der liberalen Österreicher Schule wies darauf hin:: „Das Wichtigste ist, zu verstehen, dass Inflation kein Akt Gottes ist, dass sie keine Naturkatastrophe ist und keine Krankheit. Inflation ist eine politische Strategie.” Und was für eine plotische Strategie – Wie die Bürger mit niedrigen Inflationszahlen von der Politik geblendet werden, dokumentiert dieser Beitrag von 2012 ganz gut: Inflation: Tricksen und Täuschen.

Deswegen ist auch die Staatsverschuldung das Kernproblem und nicht die Lösung für die wirtschaftliche Entwicklung Europas. Verschuldung erhöhen heisst Geldmenge erhöhen – und das bedeutet Inflation erhöhen. Keynesianer begründen Verschuldung gerne damit, dass diese Investitionen in die Zukunft seien. Das sind sie aber fast nie, den staatlich gelenkte Investitionen sind vor allen eines: Extrem ineffizient.

Oder “Unstillbare Wachstumsgier, das große Fressen auf Kosten der Zukunft, hirnlose »Alternativlosigkeit«” wie es ARD Hauptstadtkorrespondent leider erst nach seiner beruflichen Karriere und zahlreichen Diskussionen mit seinen beiden Töchtern in seinem neuen Buch “Die schamlose Generation” erkennt.

 

 

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