Hinter die Kulissen geschaut: Die Palästinenser wollen keinen eigenen Staat

EliAmirHannover am 5. September 2013

Ein nenneswertes Interview, geführt von Henryk M. Broder mit dem Schriftsteller Eli Amir. Ein Auszug:

Eli Amir: Die Palästinenser wollen keinen eigenen Staat haben. Für Sie hört sich das verrückt an, Sie kommen aus dem Westen. Die Palästinenser haben ihre eigene Logik. Der jetzige Zustand ist für sie ideal. Besser kann es nicht werden. Die ganze Welt fühlt mit ihnen, die ganze Welt hilft ihnen, ihr Problem liegt auf jedem Tisch, Europa setzt sich für sie ein, Amerika setzt sich für sie ein; Russland, China und der Iran ebenso. Sie sind Everybody’s darling. Wozu brauchen sie einen Staat? Wegen der Straßenreinigung? Um Arbeitsplätze zu schaffen?

Die Welt: Um unabhängig zu sein, um nicht unter einer Besatzung zu leben.

Eli Amir: Ach was! Das ist Ihre westliche Logik. Sie haben keine Ahnung, wie es im Orient zugeht. Und worum es geht. Jedenfalls nicht um das gemeine Volk. Es geht um die Lebensbedingungen der Clique, die in den palästinensischen Gebieten das Sagen hat. Das sind etwa hundert Leute mit ihren Familien und Anhängern.

Das gesamte lesenswerte Interview bei welt.de: http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article120318909/Besser-kann-es-nicht-werden-fuer-die-Palaestinenser.html

Fotos:
Eli Amir: By Gilabrand (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Henryk Broder: By Bernd Schwabe in Hannover (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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